Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein

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Inhalt: PS "Mercator"

Peilschiff "Mercator"
Peilschiff "Mercator"
Allgemeine Angaben:  
Länge über alles: 26,72 m
Breite über alles: 7,73 m
Seitenhöhe: 1,60 m
Tiefgang: 0,80 m
Ballasttiefgang: 1,30 m
Antriebsmotor: 2 x Schottel Navigator Typ 320
2 X 195 kW bei 2300 U/min
Propeller: 2 x Schottel Ruderpropeller
Durchmesser 750 mm
Bugstrahlruder: Side Power Typ SP 300 HYD
Einsatzgebiet: Niederrhein und Westdeutsche Kanäle
Geschwindigkeit:
Messfahrt:
17 km/h bei 5 m Wassertiefe
13 km/h
Baujahr: 2013
Baukosten: 2,7 Millionen Euro
Bauwerft: Hermann Barthel GmbH
Betreiber: Wasserstraßen- und Schiffffahrtsamt
(WSA) Duisburg-Rhein
Heimathafen: Duisburg-Homberg
Namensgeber: ist der Duisburger Wissenschaftler
Gerhard Mercator, 1512-1594
Messsystem: Fächerecholotsystem EM 3002
Triple-Head, EA 400 mit 2 Side-
scanschwingern und einem
Vertikalschwinger,
GPS-Kompass Seepath 330
Bewegungssensor MRU5+
von Kongsberg Maritime
2 Trimble GNNS-Empfänger
Besatzung bei Messfahrt: nautisches Personal (2)
Messtechniker (1)

Beschreibung:

Das Peilschiff "Mercator" ist mit einem Triple Head Fächerecholot ausgerüstet (s. Grafik). Mit den drei Fächerecholotschwingern, die mittschiffs, back- und steuerbordseitig installiert sind, wird die Stromsohle mit 300 Khz Ultraschall abgetastet. Die so aufgemessenen Flächenstreifen haben dabei eine Breite von 20 bis 50 Metern bei einer Wassertiefe von zwei bis sechs Metern. Als Messdaten werden dann je nach Wassertiefe zehn bis zu mehreren Hundert Punkten pro Quadratmeter aufgezeichnet. Im Büro werden diese 3-dimensionalen Messdaten mit statistischen Methoden plausibilisiert und zu digitalen Geländemodellen mit ein Meter Rasterweite weiterverarbeitet. Damit lässt sich die Topographie der Sohle für Zwecke der Verkehrssicherung und zur Planung und Durchführung von Baumaßnahmen darstellen.
Zur Hindernissuche ist das Peilschiff "Mercator" mit einem Sidescanner ausgerüstet. Im Unterschied zum Fächerecholot wird damit ein 2-dimensionales georeferenziertes Bild der Sohle mit einer Streifenbreite von 150 Meter erzeugt. So können Schiffshindernisse wie verlorengegangene Anker, Autos, Schiffsluken und Container aufgespürt und genau geortet werden..


Aufgaben:

Aktuelle Informationen für die Schifffahrt
Die sich ändernden Sohllagen des Rheins werden für ausgewählte Bereiche (z. B. Engpassstellen) in einer elektronischen Binnenschifffahrtskarte dargestellt, die der Schifffahrt als Orientierungshilfe dient.
Stabilisierung der Rheinsohle
Das Gewässerbett und die Sohle verändern sich stetig, denn das Sohlmaterial wird durch die Kraft des Wassers in Fließrichtung bewegt. Zur Erfassung dieser Vorgänge auf der Rheinsohle sind Peilmethoden mit hoher Datendichte von Vorteil. Die Peilergebnisse der "Mercator" bilden den Sohlzustand exakt ab und sind Grundlage für langfristige und großräumige Untersuchungen. Für die Berechnungen der zukünftigen Entwicklung der Rheinsohle und für die Planung von Baumaßnahmen zur Erosionsverminderung sowie für die Sicherheit der Schifffahrt sind diese Daten erforderlich.
Notfalleinsatz
Das Peilschiff leistet Hilfestellung bei Schiffsunfällen (Havarien) durch Hindernisssuche, z. B. Anker, Lukendeckel, Container etc., die in den Fluss gefallen sind.

Download:Laden Sie hier den Flyer zur PS "Mercator" herunter.