Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein

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Inhalt: Projektabschluss

Teil 1 des ersten deutsch-niederländischen Wasserbauprojektes am unteren Niederrhein (D) und am Boven-Rijn (NL) wurde erfolgreich abgeschlossen. Dafür saßen das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Rhein und die Rijkswaterstaat (RWS), die niederländische Wasserstraßenverwaltung, seit Anfang 2012 zusammen in einem Boot. Die deutsche Seite investierte knapp 12 Millionen Euro in diese Maßnahme. Die niederländische Seite wird in naher Zukunft den gleichen Betrag investieren.
In einzelnen Bauabschnitten von etwa 200 Meter Länge (Gesamtlänge der Baumaßnahme ungefähr vier Kilometer) stabilisierten deutsche Experten auf niederländischer Seite die Rheinsohle. Dabei wurden pro Woche rund 8.000 Tonnen Wasserbausteine in die Flusssohle eingebaut. Um die bereits eingetretenen Erosionen auszugleichen und den Wasserspiegel zu stützen, wurde die Sohle mit rund 425.000 Tonnen Gestein aufgefüllt. Ungefähr 200 Schiffsladungen mit Basalt- und Kalkstein aus Steinbrüchen in Belgien und Deutschland wurden unter Wasser eingebaut.
Damit die neue Fläche am Ende eben ist, entschied sich das WSA für ein weiteres Novum. Erstmals kam das Schiff "Catharina 6" einer niederländischen Firma erfolgreich zum Einsatz. Der rund 20 Meter lange Schlepper mit Heimathafen Rotterdam ist mit einer Art Unterwasser-Egge ausgerüstet. Das rund 17 Tonnen schwere und sechs Meter breite Spezialgerät ebnete die neu eingebauten Steine auf der Rheinsohle. Das Ergebnis des Bauprojekts unter Wasser ist zwar nicht sichtbar, aber die Nachhaltigkeit der Sohlstabilisierung ist garantiert.
Wie geplant, tritt nach der Sohlstabilisierung die niederländische Rijkswaterstaat auf deutscher Rheinseite in Aktion. Die niederländischen Kollegen von RWS werden im Grenzabschnitt Lobith dem Fluss Kies und Sand zugeben, damit das vorhandene Sohlmaterial nicht angegriffen wird.
Dann geht ein grenzüberschreitendes Projekt zu Ende, von dem beide Rheinanlieger und die Nutzer der Wasserstraße dauerhaft profitieren werden.

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Pflugboot Catharina 6 im Einsatz bei Spijk (NL). Grafik Klappschute Arbeitsschiffe